Mitteilung vom Dezember 2025:
Josua Schütz verabschiedet sich von der Digital-Marketing-Bühne und ist nun als Volksschullehrer für Kinder und Jugendliche tätig.
Darüber hinaus unterstützt er Lehrpersonen beim Umgang mit künstlicher Intelligenz via seine Website www.schulemitki.ch.
Hier wird die kostenlose Videoreihe "Digital Marketing Grundlagen" bekanntgemacht:
1) Digitale Prinzipien
2) Ziele definieren und aufschreiben
3) Digitale Forschung
4) Mit Kunden in Verbindung setzen
5) Strategien zur Zielerreichung
Digital Marketing basiert auf klaren Prinzipien: Du musst vor allem die 80% unsicheren Interessenten abholen, nicht nur die 10%, die sowieso sofort kaufen. Entscheidend ist, dass du den Schmerz und den Ist-Zustand deiner Zielgruppe verstehst, richtig auf Augenhoehe kommunizierst und nicht dein Produkt, sondern die Loesung und den Soll-Zustand verkaufst. Mit einem Funnel fuehrst du Menschen Schritt fuer Schritt vom kalten Besucher ueber Lead bis zum Kunden und schaffst durch mehrere Touchpoints Vertrauen, bis das Timing fuer den Kauf stimmt. Langfristig gewinnst du mit einer klaren Strategie (Ziel) plus passenden Taktiken (Mittel) und setzt smart auf die Mischung aus Inbound und Outbound sowie auf besitzende, bezahlte und verdiente Medien.
Transkript zum Lernfilm "Digital Marketing Grundlagen Teil 1 von 5: Digitale Prinzipien"
Digital Marketing funktioniert nicht zufaellig. Es basiert auf Prinzipien, die du wie eine Speisekarte verstehen kannst: Du waehlst aus, was zu deinem Angebot, deiner Zielgruppe und deinen Ressourcen passt. Dabei geht es nicht nur um die Zutaten „auf dem Teller“ (z.B. Website, Content, Anzeigen), sondern auch um alles drumherum (Timing, Touchpoints, Psychologie, Prozesse).
Stell dir 10 Quadrate vor. Jedes Quadrat steht fuer 10% deiner Seitenbesucher, die grundsaetzlich in Frage kommen.
10% (rot): Diese Menschen kaufen. Sie haben bereits Kaufabsicht und entscheiden sich oft schnell.
10% (dunkel): Diese Menschen kaufen nicht bei dir. Da kannst du in der Regel wenig machen (andere Vorlieben, anderes Vertrauen, anderer Anbieter).
80% (dazwischen): Das ist die spannende Gruppe. Sie sind unsicher, vergleichen, denken nach, warten ab.
Viele Unternehmen leben „einfach so“ von den 10%, die sowieso kaufen. Wirklich lukrativ wird es oft erst dann, wenn du lernst, die 80% systematisch abzuholen.
Diese 80% lassen sich in drei sinnvolle Teilgruppen unterteilen:
Diese Personen sind in der Recherche. Sie suchen heute, morgen wieder, naechste Woche nochmals.
Deine Aufgabe: sichtbar sein und bleiben.
Google (SEO / Suchanzeigen)
Social Media
Wiedererkennung und Wiederfinden
Sie wissen: „So wie es ist, will ich es nicht.“ Sie suchen bereits aktiv eine Loesung.
Deine Aufgabe: Interesse steigern, Vertrauen aufbauen, Klarheit schaffen.
Sie spueren: „Irgendetwas passt nicht“, aber sie handeln nicht.
Deine Aufgabe: Problembewusstsein erzeugen, ohne zu nerven. Du hilfst ihnen, ihr Problem klar zu sehen.
Damit du die unsicheren Interessenten wirklich begleiten kannst, brauchst du einen naechsten Schritt:
Aus einem Besucher wird ein Lead, wenn er mindestens eine Kontaktmoeglichkeit hinterlaesst (E-Mail oder Telefonnummer).
Das erreichst du z.B. durch:
Lead-Magnet (PDF, Mini-Training, Checkliste)
Kontaktformular
Live-Chat
klare Call-to-Actions
Landingpage / Sales Page
Ein Lead gibt dir die Chance, nachzufassen, Fragen zu klaeren und den Interessenten dorthin zu bringen, wo er hinwill: zur Loesung.
Menschen kaufen selten „Produkte“. Sie kaufen eine Verbesserung.
Ist-Zustand: unbequem, stressig, frustrierend (Schmerz, Angst, Sorge, Problem)
Soll-Zustand: Erleichterung, Ergebnis, besseres Leben, gutes Gefuehl
Dein Angebot ist die Bruecke zwischen diesen beiden Zustaenden. Entscheidend ist:
Du musst die Probleme deiner Zielgruppe besser kennen, als sie sie selbst beschreiben koennen. Erst dann kannst du sie glaubwuerdig vom Ist zum Soll begleiten.
Ein zentraler Hebel ist Sprache.
Kommuniziere so, dass deine Zielgruppe sich abgeholt fuehlt:
Sprich ueber das, was sie beschaeftigt
Verwende ihre Begriffe, ihre Fragen, ihre Sorgen
Vermeide Fachsprache oder Selbstdarstellung
Wenn deine Worte Resonanz ausloesen, kommt es zu Handlungen: Klick, Formular, Chat, Anruf, Kauf.
Ein typischer Fehler: Unternehmen bewerben Features statt Wirkung.
Besser:
Verkaufe das Ergebnis
Verkaufe die Emotion
Verkaufe die Veraenderung
Niemand will „einen Kurs“. Man will kompetenter werden, mehr Sicherheit, bessere Chancen, mehr Freiheit, mehr Wirkung.
Ein Funnel (Trichter) beschreibt die Stufen, die viele Menschen durchlaufen:
Der Besucher landet auf deiner Website und merkt: „Hier bin ich richtig.“
Er liest, schaut, vergleicht. Er beginnt, dir zuzuhoren.
Er hinterlaesst Kontaktdaten (Chat, Formular, Download). Jetzt wird es konkret.
Der Lead wird Kunde.
Der Kunde kauft erneut, wird Fan, empfiehlt weiter.
Wichtig: Stufen nicht ueberspringen. Die meisten brauchen mehrere Schritte.
Ein vereinfachtes Rechenbeispiel:
1000 Besucher
100 davon sind ernsthaft interessiert
10 werden zu Leads
1 kauft
Das ist keine feste Wahrheit, aber eine hilfreiche Orientierung:
Du brauchst entweder mehr Traffic oder bessere Conversion-Schritte (oder beides).
Strategie ist das Ziel (z.B. „ich will volle Klassen“).
Taktiken sind die Wege dorthin (z.B. Sales Page, Video, Kampagnen, Lead-Magnet, Newsletter).
Ohne Strategie wirken Taktiken wie Aktionismus: Man macht „irgendwas“, aber es baut nichts sauber aufeinander auf.
Ressourcen sind begrenzt (Zeit, Budget, Energie). Darum:
2/3 in Content investieren: Website, Sales Page, Freebie, Social Media, Blog, Testimonials, Produktvideo
1/3 in bezahlte Werbung: Ads auf Meta, LinkedIn, TikTok, Google (Search/Display)
Erst wenn dein Content ueberzeugt, lohnt es sich, Geld in Traffic zu stecken.
Menschen kommen freiwillig, weil sie etwas suchen oder Mehrwert erhalten.
Beispiele: SEO, Blog, Social Media Posts, Newsletter, Suchanzeigen.
Du gehst in die Masse und unterbrichst.
Beispiele: Display-Banner, TV, Radio, Telefonmarketing.
Der beste Hebel liegt in der Kombination:
Inbound bringt qualifizierte Kontakte, Outbound kann gezielt Druck und Reichweite liefern.
Touchpoints sind Beruehrungspunkte: Momente, in denen jemand dich wahrnimmt.
Beispiele:
Social Media Posts
Google Rezensionen
Newsletter
Event / persoenlicher Kontakt
wiederholte Website-Besuche
erneute Google-Suche
Oft braucht es mehrere Touchpoints (haeufig wird „ca. 7“ genannt), bis jemand kauft.
Mehr sinnvolle Touchpoints = mehr Chance, dass bei dir gekauft wird.
Nicht alles. Sondern das, was:
wesentlich ist fuer dein Business
steuerbar ist fuer dich (du kannst es bedienen und kontrollieren)
Die Schnittmenge daraus ist dein sinnvoller Startpunkt.
Eine Angebotstreppe hilft dir, Kunden weiterzufuehren:
Einstiegsprodukt (niedrige Huerde, Vertrauen)
Fundament / Cash Cow (Hauptprodukt)
Aufbauprodukt (fuer Begeisterte)
Premiumprodukt (exklusiv, hochpreisig)
Kunden zu gewinnen ist teuer. Kunden weiterzufuehren ist oft deutlich einfacher.
Aktionen (Rabatte, starke Kaufanreize, aber Rabatt-Gewoehnung)
Intervall (Tore nur selten offen, hoher Reiz, braucht Kontinuitaet)
Staendig offen (24/7 kaufbar, aber wenig Druck und Anreiz)
Limitiert (exklusiv, begehrt, aber selten skalierbar)
Diese Modelle lassen sich nur bedingt mischen. Entscheide dich bewusst.
Ein ueberspitztes Bild: Jemand wirft dir einen Ziegel durchs Fenster mit der Botschaft „Brauchst du eine Fensterreparatur?“
Die Frage dahinter ist serioes: Wie aggressiv willst du Aufmerksamkeit erzeugen?
Und: Willst du mit Rabatten arbeiten oder bewusst darauf verzichten?
Besitzend: Website, Social Media Profile, Newsletterliste
Bezahlt: Ads und Kampagnen (solange du zahlst, laeuft es)
Verdient: Empfehlungen, PR, Mund-zu-Mund, positive Stimmen
Die staerksten Marken bauen langfristig auf alle drei.
Massenmedien
passiver Konsum
one-to-many
wenig Interaktion
zielgruppengenau
aktive Nutzer
personalisierte Inhalte
Interaktion, Messbarkeit, Feedback
E-Mail Marketing / Automatisierung: Newsletterliste, Workflows, Erlaubnis-basiert
Search Engine Marketing (SEM): bezahlte Suchanzeigen
Search Engine Optimization (SEO): organische Auffindbarkeit
Website-Optimierung: Huerden abbauen, Nutzerfuehrung verbessern, Abspruenge reduzieren
Displaywerbung: Banner/Video im Netzwerk, eher Push-lastig
Content Marketing: Inhalte, die Vertrauen aufbauen und konvertieren
Social Media Marketing: Sichtbarkeit, Vertrauen, Social Proof, Community
Optionen: besitzend / bezahlt / verdient
Antwort: bezahlt.
Zwei Antworten sind richtig:
A) eine Botschaft fuer die breite Masse
B) one-to-one Marketing
C) Inboundstrategie
D) passiv, keine Interaktion
Antwort: B und C.
SMART-Ziele sind die Grundlage für wirksames Digital Marketing, weil nur klar definierte und aufgeschriebene Ziele auch tatsächlich erreicht werden können. Ein gutes Ziel ist spezifisch, messbar, erreichbar, relevant und zeitgebunden, damit Fortschritt überprüfbar und realistisch bleibt. Durch klare Kennzahlen, realistische Ressourcenplanung und einen festen Zeitrahmen wird aus einem Wunsch ein umsetzbarer Plan. SMART-Ziele sorgen für Fokus, Verbindlichkeit und messbare Resultate – und verhindern, dass Marketingaktivitäten ziellos verpuffen.
Transkript zum Lernfilm "Digital Marketing Grundlagen Teil 2 von 5: Ziele definieren und aufschreiben"
Ziele definieren und aufschreiben ist eine Kunst. Denn wenn du keine Ziele definierst, kannst du auch keine erreichen. Im Digital Marketing – wie auch im Leben – brauchst du Klarheit darüber, wohin du willst. Nur dann kannst du Fortschritte messen, Prioritäten setzen und gezielt handeln.
Ein bewährtes Werkzeug dafür sind die sogenannten SMART-Ziele. Dieser Begriff begegnet uns häufig, wird aber oft nur oberflächlich verstanden. Schauen wir uns deshalb an, was wirklich dahintersteckt.
SMART ist ein Akronym aus fünf Buchstaben, die jeweils für ein wichtiges Merkmal eines gut formulierten Ziels stehen:
S – Spezifisch
M – Messbar
A – Erreichbar
R – Relevant
T – Zeitgebunden
Ein Ziel ist nur dann sinnvoll, wenn es alle fünf Kriterien erfüllt.
Ein spezifisches Ziel ist klar und eindeutig formuliert. Es geht nicht um vage Wünsche, sondern um eine präzise Beschreibung dessen, was erreicht werden soll.
Dabei helfen die klassischen W-Fragen:
Was soll erreicht werden?
Warum ist dieses Ziel wichtig?
Wer ist dafür verantwortlich?
Wo wird es umgesetzt?
Der Online-Marketing-Kursanbieter Josua Digital Marketing Know-how verkauft virtuelle Kurse über das Internet.
Hier ist klar definiert, was angeboten wird, wer es umsetzt, warum es relevant ist und wo es stattfindet.
Ein Ziel muss messbar sein, sonst lässt sich nicht überprüfen, ob es erreicht wurde. Messbarkeit bedeutet, dass konkrete Kennzahlen definiert werden.
Typische Messgrössen sind:
Anzahl Anmeldungen
Umsatz
Kosten
Reichweite
Conversion-Raten
Auch Meilensteine sind hilfreich, um grosse Ziele in kleinere, überprüfbare Zwischenschritte zu unterteilen.
25 Anmeldungen à 3’950 Franken ergeben einen Umsatz von 98’750 Franken bei einem Werbebudget von 30’000 Franken.
So lässt sich klar beurteilen, ob das Ziel erreicht wurde und ob es wirtschaftlich sinnvoll ist.
Ein Ziel sollte ambitioniert sein, aber erreichbar. Unrealistische Ziele führen zu Frust und Demotivation.
Dabei spielen folgende Faktoren eine Rolle:
Eigene Fähigkeiten und Kompetenzen
Verfügbare Ressourcen wie Zeit, Budget und Personal
Bestehende Tools und Systeme
Markt- und Wettbewerbssituation
Ein Kursleiter mit 20 Jahren Erfahrung, guter Google-Sichtbarkeit und aktueller Website plant 50 Kursanmeldungen pro Jahr – also rund vier Teilnehmende pro Monat. Das ist realistisch und erreichbar.
Ziele müssen einen echten Mehrwert bieten und zu den übergeordneten Unternehmenszielen passen. Im Digital Marketing arbeiten wir nicht losgelöst, sondern unterstützen die strategischen Ziele des Unternehmens.
Relevanz bedeutet:
Das Ziel unterstützt die Unternehmensstrategie
Es passt zu den Markenwerten
Es erfüllt ein echtes Kundenbedürfnis
Förderung von Berufskarrieren, hohe Nachfrage nach Digital-Diplomen, Unterricht in Hochdeutsch und Unterstützung sinnvoller Projekte – all das zahlt direkt auf die Relevanz des Ziels ein.
Ein Ziel braucht einen klaren Zeitrahmen. Ohne Deadline fehlt der Fokus und die Umsetzung wird aufgeschoben.
Zeitgebundenheit bedeutet:
Klare Deadlines
Definierte Zeiträume (Monat, Quartal, Jahr)
Zwischenziele zur Orientierung
50 Anmeldungen innerhalb von 12 Monaten, davon 16 bis Mitte Jahr und 34 in der zweiten Jahreshälfte.
Wenn alle fünf Kriterien kombiniert werden, entsteht eine klare und wirkungsvolle Zielformulierung.
25 Anmeldungen für den Online Marketing Manager Kurs innerhalb von drei Monaten über das Internet bei maximal 30 % Werbekosten.
Dieses Ziel ist:
spezifisch
messbar
erreichbar
relevant
zeitgebunden
1. Zu welchem SMART-Kriterium gehört ein Ziel, das quantifizierbar ist?
➡️ Messbar
2. Zu welchem SMART-Kriterium gehören W-Fragen wie was, wer, wo und warum?
➡️ Spezifisch
Ziele zu definieren und aufzuschreiben ist kein Formalismus, sondern eine zentrale Grundlage für Erfolg im Digital Marketing. Mit SMART-Zielen schaffst du Klarheit, Fokus und messbare Resultate – und genau darum geht es.
Digitale Forschung bildet die Grundlage jeder erfolgreichen Digital-Marketing-Strategie, da sie hilft, Markt, Zielgruppen, Mitbewerber und kulturelle Einflüsse fundiert zu verstehen. Durch Zielgruppenanalyse lassen sich Hürden erkennen, relevanter Content entwickeln und aktuelle sowie zukünftige Bedürfnisse gezielt ansprechen. Dabei spielen demografische, psychografische und verhaltensbezogene Daten ebenso eine Rolle wie Social Listening und kulturelle Forschung. Ergänzt durch Wettbewerbs- und Branchentrendanalysen ermöglicht digitale Forschung eine klare Positionierung und verschafft einen nachhaltigen Wettbewerbsvorteil.
Transkript zum Lernfilm "Digital Marketing Grundlagen Teil 3 von 5: Digitale Forschung"
Digitale Forschung betreiben wir nicht zum Spaß, sondern aus einem klaren Grund:
Sie steht am Anfang jeder Digital-Marketing-Reise. Bevor Projekte gestartet werden, müssen wir verstehen, wie der Markt aussieht, wer unsere Zielgruppen sind, wie sich Mitbewerber positionieren und welche Bedürfnisse, Erwartungen und kulturellen Einflüsse eine Rolle spielen.
Digitale Forschung bedeutet: Informationen sammeln über digitale Kanäle, meist über das Internet – mit spezialisierten Tools, Plattformen, Suchmaschinen und Social Media.
Es gibt drei zentrale Gründe, weshalb Zielgruppenanalyse ein Pflichtprogramm ist.
Menschen haben oft Bedenken, Ängste oder negative Vorerfahrungen.
Beispielsweise haben einige Interessentinnen und Interessenten bereits viel Geld in Weiterbildungen investiert – mit enttäuschenden Resultaten. Solche Erfahrungen führen zu Kaufhemmnissen, die wir verstehen und gezielt adressieren müssen.
Frage dich immer:
Welche Zweifel hat meine Zielgruppe?
Wovor hat sie Angst?
Was hält sie aktuell davon ab, zu handeln?
Guter Content entsteht nicht aus dem Bauchgefühl, sondern aus Verständnis.
Erst wenn wir wissen, wie unsere Zielgruppen leben, denken und fühlen, können wir Inhalte erstellen, die wirklich helfen.
Beispiel:
Wenn Menschen Freelancer werden möchten, um Arbeit und Familie besser zu vereinen, dann sind Inhalte wie
„Wie finde ich als Freelancer Aufträge im Digital Marketing?“
hoch relevant – als Blogartikel, Video oder Leitfaden.
Zielgruppenanalyse hilft uns zu verstehen, was heute wichtig ist – und was morgen wichtig sein wird.
Ist ein Diplom entscheidend? Oder zählen Praxis, Referenzen und echte Projekte mehr?
Diese Erkenntnisse fließen direkt in:
Kursinhalte
Verkaufsargumente
Positionierung
Sales Pages
So berühren wir Interessenten emotional und bieten echte Lösungen an.
Um Zielgruppen sauber zu verstehen, unterscheiden wir drei Datentypen.
Sie beschreiben äußere, messbare Merkmale:
Wohnort (Stadt, Land, Agglomeration)
Alter
Geschlecht
Einkommen
Bildungsniveau
Beruf und Karriereziel
Diese Daten geben eine erste Orientierung.
Psychografie beschreibt das Innenleben:
Werte und Überzeugungen
Einstellungen
Lebensstil
Persönlichkeit
Interessen
politische und gesellschaftliche Haltung
Diese Daten sind entscheidend für Tonality, Bildsprache und Storytelling.
Hier geht es um das konkrete Verhalten:
Online-Nutzung
Plattformen und Foren
Kaufverhalten
Early Adopter oder abwartend
Nutzung von Bewertungen und Reviews
Je detaillierter dieses Bild, desto präziser kann Kommunikation gestaltet werden.
Anstatt alles manuell zu recherchieren, lassen sich Social-Listening-Tools einsetzen.
Ein Beispiel ist Zoho Social, das neben Planung und Publishing auch Monitoring ermöglicht.
Im Bereich Monitoring lassen sich:
Themen
Hashtags
Accounts
Keywords
über verschiedene Netzwerke hinweg beobachten – übersichtlich in sogenannten „Schwimmbahnen“.
👉 Website: https://social.zoho.com
Kulturelle Forschung untersucht, wie Kultur Denken, Verhalten und Kommunikation prägt.
Dazu gehören:
geografische Einflüsse
Sprache und Bildwelt
gesellschaftliche Normen
Autoritäten und Vorbilder
Gesetze, Regeln und Werte
Umgang mit Zeit (Pünktlichkeit vs. Flexibilität)
Nähe und Distanz
Hierarchieverständnis
Umweltbewusstsein
Rollenbilder von Mann und Frau
Diese Aspekte sind besonders wichtig bei internationaler Kommunikation oder Zielgruppen mit Migrationshintergrund.
Wettbewerbsanalyse (auch Konkurrenz- oder Mitbewerberanalyse genannt) hilft, den Markt realistisch einzuschätzen.
Wir analysieren:
Angebote der Mitbewerber
Kommunikation & Sprache
Positionierung
Mehrwert
Kundenbewertungen
Social-Media-Aktivitäten
So erkennen wir:
Marktlücken
Chancen
Differenzierungsmöglichkeiten
Erstelle eine Tabelle mit Kriterien wie:
Website
Social Media
Sales Pages
Sprache & Tonalität
Bewertungen
Mehrwert
Vergleiche dein Angebot ehrlich mit 2–4 echten Mitbewerbern.
Das schärft deine Positionierung und Identität.
Branchentrendanalyse beobachtet Veränderungen über Zeit.
Ein zentrales Tool dafür ist Google Trends (https://trends.google.com).
Beispiele:
Vergleich von Social-Media-Plattformen
Entwicklung von Suchbegriffen
Marktverschiebungen
So erkennst du frühzeitig:
neue Chancen
sinkende Relevanz
Wachstumsmärkte
Frage 1:
Welche Attribute gehören zur Demografie?
✅ Beruf
✅ Bildungsniveau
Frage 2:
Welche Informationen liefert die Wettbewerbsanalyse?
✅ Zielgruppe der Mitbewerber
✅ Marktlücken und Chancen
Im Digital Marketing geht es darum, anonyme Website-Besucher schrittweise zu Interessenten und später zu Kunden zu entwickeln, indem man gezielt Vertrauen und persönliche Nähe aufbaut. Die Buyer Journey beschreibt diesen Weg über Sensibilisierung, Interesse, Abwägen, Conversion und Beibehaltung, der sich gut mit einem Marketing-Trichter erklären lässt. Entscheidend sind dabei passende Touchpoints, relevanter Content sowie klare Ziele, die je nach Phase mit Content Marketing, Werbung, Suchmaschinenmarketing oder E-Mail-Marketing unterstützt werden. Lead-Magneten wie E-Books, Webinare oder Beratungsgespräche helfen, Kontaktdaten zu gewinnen und Interessenten systematisch bis zur Kaufentscheidung zu begleiten.
Transkript zum Lernfilm "Digital Marketing Grundlagen Teil 4 von 5: Mit Kunden in Verbindung setzen"
Wenn wir davon sprechen, mit Kunden in Verbindung zu treten, meinen wir in diesem Stadium eigentlich Interessenten. Denn die Menschen, die deine Website besuchen, sind zunächst anonym: Sie lesen, schauen, informieren sich und erweitern ihren Horizont.
Erst wenn es dir gelingt, mit diesen Seitenbesuchern in Kontakt zu kommen, steigen deine Chancen, dass daraus später auch Kunden werden.
Ziel ist es, einen persönlichen und emotionalen Draht aufzubauen. Du möchtest zeigen, dass hinter dem Angebot ein Mensch steht – mit einer Idee, einem Produkt oder einer Dienstleistung, die das Leben der Menschen verbessern soll. Sympathie, Vertrauen und positive Energie spielen dabei eine zentrale Rolle.
Um dieses Vorgehen besser zu verstehen, betrachten wir die Buyer Journey, auch bekannt als Customer Journey. Sie beschreibt die Reise eines werdenden Kunden – von der ersten Wahrnehmung bis zum Kauf und darüber hinaus.
Ein Seitenbesucher informiert sich oft über Wochen oder Monate hinweg. Gerade bei grösseren Investitionen wird verglichen, evaluiert und abgewogen. Ob jemand letztlich bei dir kauft, hängt davon ab, wie gut du ihn während dieser Reise begleitest und wie sichtbar du im richtigen Moment bist.
Die Buyer Journey lässt sich sehr gut mit einem Marketing-Trichter erklären. Anders als ein Küchentrichter, bei dem oben und unten gleich viel herauskommt, werden es hier nach jeder Stufe weniger Menschen.
Sensibilisierung
Viele Menschen werden auf dich aufmerksam – über Website, Social Media oder Werbung.
Interesse
Ein Teil dieser Personen fühlt sich angesprochen und interessiert sich tiefer für dein Angebot.
Abwägen
Interessenten laden Inhalte herunter, füllen Formulare aus, schauen Videos oder vergleichen dich mit der Konkurrenz.
Conversion
Ein kleiner Teil entscheidet sich für den Kauf oder eine andere definierte Zielhandlung (z.B. Newsletter-Anmeldung).
Beibehaltung
Bestehende Kunden werden weiter betreut, um Wiederkäufe und langfristige Beziehungen aufzubauen.
Eine Conversion ist erreicht, sobald ein vorher definiertes Ziel erfüllt ist. Das muss nicht zwingend ein Kauf sein.
Auch eine Kontaktanfrage, eine Newsletter-Anmeldung oder ein gebuchter Beratungstermin kann eine Conversion darstellen – je nachdem, welches Ziel du dir gesetzt hast.
Eine 360° Marketing Kampagne ist eine umfassende Kampagne, bei der an allen relevanten Touchpoints konsistent kommuniziert wird.
Typischerweise wird diese Form von Kampagne von grösseren Unternehmen mit entsprechenden Budgets eingesetzt.
Dabei wird speziell aufbereiteter Content gleichzeitig über verschiedene Kanäle ausgespielt – online wie offline. Die Kampagne deckt die gesamte Buyer Journey ab: von der Sensibilisierung über Interesse und Abwägen bis hin zur Conversion und Erfolgsmessung.
Studien zeigen, dass es durchschnittlich rund sieben Touchpoints braucht, bis ein Kauf stattfindet.
Je mehr sinnvolle und qualitativ hochwertige Berührungspunkte du anbietest, desto grösser ist deine Chance gegenüber der Konkurrenz.
Touchpoints können sein:
Website
Social Media
Newsletter
Google Rezensionen
Anzeigen
Events oder persönliche Gespräche
Je nach Phase im Trichter kommen unterschiedliche Massnahmen zum Einsatz:
Sensibilisierung & Interesse:
Content Marketing, Social Media, Display- und Videowerbung
Abwägen & Conversion:
Suchmaschinenoptimierung (SEO), Suchmaschinenwerbung (SEA), Landing Pages, Sales Pages
Beibehaltung:
E-Mail Marketing, Automatisierung, Webanalyse und CRM-Systeme
Um mit Interessenten in Kontakt zu kommen, benötigen wir einen Lead – also eine E-Mailadresse oder Telefonnummer.
Dafür setzen wir sogenannte Lead-Magneten (Freebies) ein.
Ein Lead-Magnet ist ein kostenloses, aber wertvolles Content-Angebot im Austausch gegen Kontaktdaten.
Beispiele für Lead-Magneten:
E-Books
Checklisten
Webinare
Vorlagen
Videokurse
Kalkulatoren
Gratis-Analysen
Beratungsgespräche
Ein guter Lead-Magnet:
löst ein konkretes Problem
bietet sofortigen Nutzen
ist einfach zugänglich
zeigt Expertise und Professionalität
Je nach Branche und Preisklasse eignen sich unterschiedliche Lead-Magneten:
Probeabos bei Zeitschriften
kostenlose Probelektionen bei Fahrschulen
Beratungsgespräche bei Websites oder Business Development
Showroom-Termine bei hochpreisigen Produkten
Offertengeneratoren bei Solaranlagen
Das Prinzip bleibt immer gleich: Mehrwert gegen Kontaktinformation.
Ein wertvoller Praxistipp ist das sogenannte Funnel Hacking.
Beobachte bewusst, wie andere Anbieter Leads generieren: Melde dich für Freebies an, lade Inhalte herunter und analysiere, was danach passiert.
So lernst du, wie Funnels aufgebaut sind, ohne selbst Fehler machen zu müssen.
Die erste Stufe der Buyer Journey heisst Sensibilisierung.
Vorteile einer 360° Marketing Kampagne sind die Nutzung digitaler und analoger Medien sowie die gute Messbarkeit der Resultate.
Erfolgreiches Digital Marketing basiert auf einer klaren Strategie, einem soliden Fundament und dem Fokus auf Leadgenerierung als zentralem Hebel für Verkäufe. Die Website sollte als Leadmaschine funktionieren, unterstützt durch gezielten Content, Automatisierung, ein CRM-System und bewusst eingesetzte Traffic-Quellen. Aus der Praxis zeigt sich, dass zu viel Komplexität, fehlender Fokus und der Versuch, alles selbst zu machen, typische Stolperfallen sind. Wer langfristig erfolgreich sein will, kombiniert Strategie, passende Tools und menschliche Expertise – und nutzt neue Technologien wie KI bewusst als Unterstützung, nicht als Ersatz.
Transkript zum Lernfilm "Digital Marketing Grundlagen Teil 5 von 5: Strategien zur Zielerreichung"
Im letzten Lernfilm dieses Kursmoduls geht es um Strategien zur Zielerreichung. Ich teile mit dir Erfahrungen, Eindrücke, Learnings – aber auch Warnungen – aus über 20 Jahren Praxis. Ziel ist nicht, dir eine starre Blaupause zu liefern, sondern dich zu inspirieren, deine eigene funktionierende Strategie zu entwickeln.
Mein wichtigster Rat gleich zu Beginn: Starte klein, aber starte strategisch. Baue dir ein solides Fundament, idealerweise mit der Strategie-Vorlage, die du von mir erhalten hast. Alles, was danach kommt, baut darauf auf.
Meine klare Überzeugung:
Deine Website (oder alternativ ein zentraler Social-Media-Kanal) sollte zur Leadmaschine werden.
Erst wenn du regelmässig Leads generierst, hast du den Hebel in der Hand, um Verkäufe zu steigern. Erinnerst du dich an die 10–80–10-Regel?
10 % wollen sofort kaufen
10 % werden nie kaufen
80 % sind unentschlossen
Diese 80 % erreichst du nur, wenn du sie zuerst zu Leads machst – also in Kontakt kommst.
Auf einer guten Website gibt es zwei Arten von Inhalten:
Diese dienen der Sichtbarkeit, Reichweite und dem Vertrauensaufbau:
Blogartikel
Videos
Anleitungen
Übungen
Infografiken
Checklisten
kleine Web-Games
Sie sorgen dafür, dass Traffic entsteht und Menschen dich entdecken.
Hier findet der bewusste Tausch statt:
Infoveranstaltungen
Webinare
Probelektionen
Prospekte
Newsletter
Premium-Content
Live-Chat
Diese Inhalte solltest du nicht einfach verschenken, sondern mindestens gegen eine E-Mail-Adresse oder Telefonnummer anbieten.
👉 Wichtig: Nicht verzetteln. Starte mit einem starken Lead-Magneten und mache ihn richtig gut.
Eine entscheidende Frage lautet:
Was passiert mit den Kontaktdaten?
Wenn du jede neue Adresse manuell in eine Excel-Liste überträgst, verlierst du Zeit und Überblick. Stattdessen brauchst du ein CRM (Customer Relationship Management).
Ein gutes CRM ermöglicht:
zentrale Speicherung aller Kontakte
Filter, Segmentierungen und Reportings
vollständige Kontakt-Historie
gezielte Follow-ups per E-Mail oder Telefon
So arbeite ich seit vielen Jahren – und ich kann dir sagen: Ohne CRM skaliert kein Business sauber.
Neben der Website kannst du Leads auch generieren über:
Social Media Plattformen
Google Ads (Search Engine Marketing)
Lead-Formulare direkt in Anzeigen
Wichtig ist, dass alle Leads automatisch ins CRM fliessen, ohne manuelle Zwischenschritte.
Um mehr Besucher auf deine Website zu bringen, stehen dir mehrere Hebel zur Verfügung:
Suchmaschinenoptimierung (SEO)
Google Ads
Backlink-Aufbau
organische und bezahlte Social-Media-Kommunikation
Newsletter-Marketing
All diese Massnahmen zahlen auf dasselbe Ziel ein: mehr qualifizierter Traffic, der zu Leads werden kann.
Mein Hauptprodukt ist der Digital Marketing Manager Diplomkurs – meine sogenannte Cash Cow.
Dafür setze ich auf:
starke SEO-optimierte Sales Page
bezahlte Google Ads (bei offenen Kursanmeldungen ca. 1’000 CHF pro Woche)
Produktvideos und klare Nutzenargumente
Zusätzlich biete ich einzelne Kursmodule, Webinare oder Infoveranstaltungen an. Diese funktionieren als Einstieg und machen Appetit auf mehr.
Ein wichtiges Learning:
Zu viel kostenloser Content zieht oft Freebie-Jäger an – Menschen, die konsumieren, aber nicht kaufen. Hier ist eine klare Positionierung entscheidend.
Aus eigener Erfahrung kann ich dir sagen, was nicht funktioniert:
auf zu vielen Hochzeiten tanzen
zu grosses, unklar positioniertes Angebot
unnötige Komplexität
zu viele parallele Ziele
zu wenig Automatisierung
alles selbst machen wollen
fehlende Standardisierung
zu wenig Auslagerung (Freelancer!)
zu wenig oder zu viel Authentizität
zu wenig Selbstvertrauen
Erfolgreich wurde ich erst, als ich mich konsequent fokussiert habe:
👉 Reduce to the Max.
Im Kurs lernst du unter anderem:
Google Analytics
Google Search Console
Google Tag Manager
Google Ads
Newsletter-Tools
Social Media Dashboards (z. B. Zoho Social)
SEO-Tools
Werbeanzeigenmanager (Meta, LinkedIn, TikTok, etc.)
Andere Tools (CRM, Projektmanagement, Landingpage-Builder) werden bewusst nicht im Detail behandelt, um den Fokus zu wahren.
Künstliche Intelligenz ist ein massiver Gamechanger – vergleichbar mit der Einführung des Internets.
Tools wie ChatGPT können:
Texte erstellen
Ideen liefern
Zeit sparen
Prozesse automatisieren
Aber:
KI ersetzt keine Strategie, keine Erfahrung und kein menschliches Gespür.
Wer zur oberen 10 % gehören will, nutzt KI als Werkzeug – nicht als Ersatz für Denken, Haltung und Kreativität. Chancen und Risiken liegen nah beieinander, deshalb gilt: beobachten, lernen, bewusst einsetzen.
Erfolgreiches Digital Marketing entsteht nicht durch Aktionismus, sondern durch klare Strategie, Fokus und saubere Systeme. Baue dein Business Schritt für Schritt auf, reduziere Komplexität und investiere in das, was langfristig Wirkung zeigt.
Strategie ist kein einmaliges Dokument – sie ist ein lebendiger Prozess.